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Nahaufnahme des Gesichts eines Hinterwälder-Rinds

Das Besondere wertschätzen

Welsh Black Kuh auf einem Feld an der Küste

Die Letzten ihrer Art

Schön, selten und für die Intensivhaltung weniger geeignet – die Rinderrassen Kerry, Hinterwälder und Welsh Black brauchen viel Platz, Zeit und Pflege. Wie viele andere alte Nutztierrassen sind sie deshalb in ihrem Bestand stark zurückgegangen oder drohen ganz zu verschwinden. Stirbt eine alte Rasse aus, sind auch ihre besonderen Merkmale und Gene für immer verloren. Diese aber sind von enormer Bedeutung, können sie doch zur Arterhaltung anderer Tiere beitragen, etwa durch mehr Widerstandsfähigkeit und Robustheit unter rauen Bedingungen. Heute hängt das Überleben dieser einzigartigen Nutztierrassen alter Abstammung vom Einsatz einzelner Liebhaber und bäuerlicher Kleinbetriebe ab und wird glücklicherweise durch spezielle Arterhaltungsprogramme gefördert.
Das Kerry-Rind, benannt nach seiner Herkunftsregion in Irland, geht auf das 17. Jahrhundert zurück. Als Nachkommen des keltischen Schwarzviehs gehörten die Kerrys soweit man weiß zu den ersten reinen Milchkuhzuchtlinien. Mittlerweile ist ihre Zahl weltweit auf ein paar wenige Bestände geschrumpft, die in Irland, Großbritannien und spärlich auch in Nordamerika zu finden sind.
Das Hinterwälder-Rind stammt aus dem Schwarzwald, wo auch Gaggenau seine Wurzeln hat. Diese Rasse ist heute ebenfalls kaum mehr anzutreffen – bis auf einen Restbestand in Deutschland, eine kleine Zahl in der Schweiz und vereinzelte weltweite Haltungen.
Ähnlich ergeht es dem vermutlich auf die Römerzeit zurückgehenden Welsh Black, ein robustes, für Weidehaltung bei Regen und Schnee bestens geeignetes Rind, dessen Bestand heute auf ein paar hundert Tiere dezimiert ist.
Wir stehen nicht allein in unserer Überzeugung, dass die Menschheit mit dem Verlust solch einzigartiger Tiere und ihrer besonderen Merkmale einen zu hohen Preis für die rationalisierte, kostengünstigere Haltung zahlt. Dass wir uns heute überhaupt noch an diesen wunderbaren Tieren erfreuen können, ist dem Engagement einiger weniger Halter zu verdanken, die sich unermüdlich für die Weiterführung alter Abstammungslinien einsetzen, mit dem Ziel ihres Erhalts und Wiederaufblühens in der Zukunft.

Genau diesem Engagement, dieser Suche nach dem besonders Feinen und Wertvollen, fühlen wir uns bei Gaggenau eng verbunden. Denn unsere Philosophie steht für eine fortschrittliche, sorgfältige Wahrung alter Handwerkskunst, das Streben nach dem Besonderen und die Schaffung einzigartiger Produkte.

Nahaufnahme von Ähren im Gegenlicht

Die Zukunft blickt zurück

Nicht nur im Bereich der Nutztiere wächst die Sehnsucht nach neuer alter Vielfalt – auch exotische und alte Getreidesorten wie das mittlerweile zum Trendgetreide avancierte Quinoa, gefolgt von Dinkel, Emmer, Kamut, Einkorn etc., werden neu entdeckt und für ihren besonderen Geschmack und die gesundheitsfördernde Wirkung geschätzt. Sogar traditionelle Mühlen erleben eine Renaissance, da ihre Mühlsteine modernen Metallmahlwerken in puncto Ernährungsphysiologie, Geschmack und Beschaffenheit nach wie vor überlegen sind.

Eine Gruppe von Large Black Schweinen auf der Forest Coalpit Farm

Landwirtschaft ganz neu

Lauren und Kyle kehrten dem hektischen Londoner Stadtleben den Rücken und zogen auf einen verlassenen Bauernhof in den Brecon Beacons in Wales, um ihn neu zu bewirtschaften. Sie verschuldeten sich zusätzlich mit der Anschaffung von Large Blacks, einer heute selten gewordenen Schweinerasse, die aufgrund ihrer Eigenschaften – genügsam, wurfstark, robust und doch zahm – um 1900 in Großbritannien weit verbreitet war. Die Rasse ist perfekt an die rauen Bedingungen in den Black Mountains angepasst, benötigt jedoch längere Zeit bis zur Schlachtreife und ist daher weniger profitabel als konventionelle Zuchtschweine.

„Wir halten auf der Forest Coalpit Farm nur seltene Schweinerassen, die draußen auf den Weide- und Waldflächen artgerecht leben. Sie benötigen etwas mehr Zeit, haben aber das beste Fleisch.“
Lauren Smith

Nahaufnahme eines Felds mit Schwarzem Emmer
Schwarzer Emmer, eine alte Weizenform, gehört zu den ältesten kultivierten Getreidearten. Auf armen Böden oder in Hochlagen bringt er gute Erträge und hat eine natürliche Resistenz gegen Pilzkrankheiten.
frau-in-konzertsaal

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