Gaggenau

Kaffeegespräche

Kaffee ist allgegenwärtig – und wird von Jahr zu Jahr besser. Seine Omnipräsenz verdankt er dem Erfolg der großen Highstreet-Kaffeeketten und seine Güte den hohen handwerklichen Ansprüchen traditionsbewusster Hersteller, die bei Einfuhr, Röstung und Zubereitung auf Qualität statt Quantität setzen. Wir haben mit drei Experten gesprochen, die als entscheidende Akteure in der internationalen Kaffeeszene etabliert sind.


Die Mischung „1683“ von Patrik Rolf Karlsson

Zur Feier des Jahrestags seiner Gründung beauftragte Gaggenau den bekannten Kaffeeröster Patrik Rolf Karlsson mit der Kreation eines Kaffees, der die Schwarzwälder Wurzeln des Unternehmens widerspiegelt. „Wir beschlossen schon sehr früh, eine der bekanntesten Geschmacksrichtungen der Region in den Mittelpunkt zu stellen: die traditionelle Schwarzwälder Kirschtorte.“

Karlsson, der zuvor bei den namhaften Röstereien „Da Matteo“ in Göteborg und „Five Elephants“ in Berlin tätig war, verfügt über das Talent, Kaffeevarianten in jeder erdenklichen Geschmacksrichtung zu kreieren. Für die Mischung „1683“ kombinierte er die gewaschene, verarbeitete Peaberry-Bohne aus Kenia, deren fruchtbetonte Säure die Kirschnote beisteuert, mit den schokoladigen Aromen der Bourbon-Bohne von der Nazareth-Farm in El Salvador.

Der Kaffee wird exklusiv in ausgewählten Gaggenau Showrooms erhältlich sein.

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„Es gibt keinen perfekten grünen Kaffee. Es gibt keine perfekte Röstung. Und es gibt keine perfekte Brühmethode. Aber es gibt eine perfekte Kombination aus diesen dreien.“ Patrik Rolf Karlsson

Die nachhaltige Perfektionistin
Anette Moldvaer

Als Mitgründerin der preisgekrönten Kaffeerösterei „Square Mile“ zeichnet Anette Moldvaer für einige der besten Kaffeekompositionen Londons verantwortlich. Zu Ihren Kunden zählen unabhängige Coffee-Shops in der britischen Hauptstadt und auch darüber hinaus. „Zu viele, als dass man jeden einzeln nennen könnte“, erklärt Anette.

Ihre berufliche Laufbahn startete sie bei einem Kaffeeimporteur, und der Weg von der Pflanze zur fertig gebrühten Tasse zählt bis heute zu ihren größten Anliegen. Der schwierigen Lage der Erzeuger und negativen Auswirkungen auf die Kaffeequalität wirkt sie ganz einfach entgegen: mit barer Münze. „Wir zahlen angemessene Preise und unterstützen so die Kaffeebauern dabei, notwendige Verbesserungen vorzunehmen, neues Land hinzuzukaufen und in Bildung und Gesundheitsvorsorge zu investieren.“

Denn schlechte Bohnenqualität lässt sich nicht mithilfe spezieller Röstverfahren und Tricks bei der Mischung übertünchen: Eine minderwertige Bohne bringt immer einen minderwertigen Kaffee hervor. „Andererseits kann man aber auch besten Kaffee verwenden und ihn komplett verderben.“

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Nach ihrer Lieblingsbohne befragt, entgegnet Anette taktvoll: „Das ist, als benenne man sein Lieblingskind. Ich liebe Kenia, aber auch Costa Rica, Guatemala, Äthiopien.“

Ein Meister seiner Zunft –
Tim Wendelboe

Der in Oslo wirkende Tim Wendelboe hat die Obsession der Skandinavier mit Kaffee konsequent weitergedacht. Seine nach ihm benannte Espresso-Bar, Kaffeeschule und Rösterei ist ein Ort für Puristen, mit einem riesigen lauten Röstofen als Herzstück und ohne unnötiges Dekor, das vom Wesentlichen ablenkt – seinen wahrhaft wunderbaren Kaffeekreationen.

In der für ihn charakteristischen nüchternen Art erklärt Wendelboe, was einen hervorragenden Kaffee ausmacht: „Weiches Wasser und erstklassige Kaffeebohnen. Und es braucht keine ausgefallene Ausstattung.“ Doch auch diese einfache Gleichung führt nur zum Erfolg, wenn man auf dem Weg zum fertigen Produkt unzählige Details beachtet und persönliche Kontakte rund um den Globus pflegt. Deshalb ist Tim in alle Phasen involviert und betreibt nebenbei sogar ein eigenes Anbauprojekt in Kolumbien – auf einem von ihm erworbenen Grundstück, in Zusammenarbeit mit dem lokalen Farmer Don Elias. Nicht immer läuft alles nach Plan, doch wer Wert auf hochwertige Bohnen legt, der findet sie auch. Der Einsatz Wendelboes erinnert an die eines Mikromanagers, und zwar im besten Sinne des Wortes.

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„Die Vorliebe für guten Kaffee wird bleiben. Und die verfügbaren Sorten werden immer besser.“ Tim Wendelboe